Aus dem Gelpetal
Panoramabilder und normale Aufnahmen aus dem Zillertal, der Gelpe und vom schönen Käshammer.
Auszug aus Wikipedia:
An den Bächen und Flüssen im Wuppertaler, Remscheider und Solinger Raum wurde seit dem 14. Jahrhundert Eisen und Stahl industriell bearbeitet. Im Gebiet dieser drei Städte siedelten sich mehrere hundert Hammerwerke und Schleifkotten an, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die Wasserkraft der Region nutzten.
Funde von prähistorischen Erzabbaustätten und Rennöfen im Gelpetal legen nahe, dass im Tal auch in vorgeschichtlicher Zeit schon Eisen verarbeitet wurde. Die keltische Endung ape steht für Fließgewässer, an denen Arbeit verrichtet wurde. So lässt der Name Gelpe vermuten, dass schon in keltischer Zeit der Bach als Industrierraum genutzt wurde.
Obwohl der Grad der Industrialisierung im Raum aufgrund des Wassereichtums der Region seit dem 17. Jahrhundert einer der höchsten im gesamten Deutschem Reich war, verteilte sich die gesamte Industrieleistung auf zahlreiche einzelne Werkstätten, in denen aus Eisenrohlingen hochwertiger Stahl raffiniert und weiter zu Sicheln, Sensen, Werkzeugen, Schwertern und anderen Schneidwaren weiterverarbeitet wurde. Das Roheisen wurde über die Bergische Eisenstraße aus dem Siegener Raum importiert, die Holzkohle für die Schmiedefeuer wurde vorort in Kohlenmeilern gewonnen.
Die Erzeugnisse wurden anschließend in ganz Europa vertrieben. Erst mit dem Aufkommen von Dampfmaschinen (später Elektromotoren) und dem Bau von Kohlenwegen aus dem Ruhrgebiet (später Eisenbahnen) verließen die Betriebe die engen, feuchten und dunklen Täler und siedelten sich auf den verkehrstechnisch besser erschlossenen Höhenzügen an.
Einer der Kohlenwege führte auch durch das Gelpetal und sorgte ab dem späten 19. Jahrhundert für die Anlieferung von Steinkohle für die als Ersatz der unsicheren Wasserkraft eingerichteten Dampfmaschinen.
Die Gelpe sowie der Saalbach (siehe auch Ronsdorfer Talsperre) beherbergten an ihren Läufen eine Vielzahl, wie Perlen an einer Kette aneinandergereihten Schleifkotten und Hämmern aus der Frühgeschichte der Industrialisierung der Mittelgebirgsregion Bergisches Land, die zunächst das fließende Wasser als Antrieb nutzten. Einige Anlagen wurden bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zu kleinen Fabrikanlagen mit hohen Essen und großen Werkhallen ausgebaut.
Panoramabilder
Einzelaufnahmen

Einträge (RSS)