Was war das für ein Knaller.Ganze Familien irrten auf dem riesigen Areal der Schalke Arena herum wie es sonst nur bei Konzerten von “Tokyo Hotel” vorkommt. “Wo müssen wir hin? Wo ist Block N1? Wie geht das mit dem Bezahlen? Warum sind wir hier?” Es war wie ein Familienausflug ins Phantasialand. Eine Halbzeit konnte unser WSV gut mit den Gästen aus München mithalten, glich zweimal unmittelbar eine Gästeführung aus. Nur in der zweiten Halbzeit nach einem nichtgegebenen Elfmeter zogen die fiesen aus dem Süden davon. Kopf Hoch Jungs. Vor 62000 Freizeitguckern habt Ihr Eure Sache gut gemacht. Hier noch ein paar Eindrücke aus Deutschlands schönsten Fussballtempel…
Archiv für die Kategorie: “Der Oelberg”Der Oelbergblog Gestern Abend bin ich den Berg hinabgestiegen um an seinen Ausläufern in der Luisenstraße im Café du Congo einzukehren. Achim hat das wirklich gut gemacht. War die Kneipe doch über die Zeit von den Vorpächtern mächtig ramponiert worden, schaffte er es mit unermüdlichem Einsatz, einem stets offenen Ohr für die Gäste und deren Anregungen, seiner professionellen Thekentruppe um Stefan/Stoffel und viel Verhandlungsgeschick dem “Congo” wieder zu dem Glanz zu verhelfen, welchen es seit jeher verdient hat. Gut gezapfte Bierchen (zum Glück hat Achim das “Iserlohner” direkt am Anfang rausgeworfen), feine Weine und eine erlesene Küche mit Spitzenpersonal zaubern Tag für Tag einen wunderbaren Konterpunkt zum Katzengold direkt gegenüber in die Luisenstraße. Nicht, dass das Katzengold schlecht wäre, ist es doch immer noch dort für viele die erste Anlaufstelle am Platz. Aber wie Brodi vom DOMHAN oder Sven ex. Cathedral immer sagen: “Je mehr Kneipen, desto besser für alle Wirte!”. Wie dem auch sei, gestern hatten Isi, Malte und die olle Hupe einen ihrer Auftritte in bester “TresenLesen” Manier. Das Thema war “Schina” und behandelte in selbstironischer, witziger und teilweise rabenschwarzer Manier die Globalisierung, den Chinesen an sich und alles überhaupt. Das Congo war sehr gut gefüllt, zumal es vorher eine Ankündigung von Jan Drees im hiesigen General-Anzeiger gab. Da die Vita der drei Kollegen für sich spricht, zwei Journalisten und ein ehemaliger “Sidekick” von TresenLesen (Goosen&Malmsheimer), war der Abend gewohnt professionell mit wunderbaren, selbstgeschriebenen Texten und feiner Lyrik. 90 Minuten ging das nette Programm, was nun jeden letzten Montag im Monat seine Fortsetzung findet. Das Thema für den nächsten Abend ist übrigens: “Wetter, Tod und Teufel”. Wer die Schina-Lesung verpasst hat oder sie sich nocheinmal reintun möchte, im DOMHAN gibt es demnächst an einem Sonntag das ganze nochmal zum Geniessen. Viel Spass … Fein. Kollege Isi frug vor einiger Zeit, ob ich ihn, die olle Hupe und die Junghupen zum A-Jugend Finalspiel Bayer Leverkusen – Bayern München begleiten würde. Aber klaro, früher selbst bei vielen Jugendspielen des WSV dabei, nochmal der Jugend auf die Finger bzw. Füße gucken, das würde Spass machen. So machten wir uns gestern nach Leverkusen auf. Früher wurden solche Finalspiele um die deutsche Meisterschaft von vielleicht 200-3000 Leuten, hauptsächlich fachkundigem Publikum, besucht. Doch was gestern los war, hätte auch einem Bundesligaspiel Bayer-Bayern alle Ehre gemacht. Pickepackevoll war das “Schmuckkästchen – Ausbauphase 1″. Die Ordner heillos überfordert, hatten erst die komplette Gegengerade dichtgemacht, weil sie nicht mit so einem Andrang gerechnet hatten. Bei freiem Eintritt kamen rund 25.000 Leute um den Jungs die Ehre zu erweisen, die sie als Finalteilnehmer verdient hatten. Obwohl wir früh gekommen waren, verbummelten wir unsere Zeit bei einem unsäglich schlechten Frühstück in Henry Maskes McDonalds, dass dort im Stadion integriert ist. Von mir aus könnte das chirugisch herausgeschnitten und fachmännisch entsorgt werden. Bäh, nie wieder Frühstück da. Bilder machen Appetit, aber was man dann auf den Teller gerotzt bekommt ist eine Unverschämtheit. Zwei hingerichtete Croissants, die Beilagen kann man sich gefälligst selbst in der Mitte der Fraßschubse abholen. Lustig, wenn 6 Reihen mit ung. 60 Leuten anstürmen. Danach machten wir uns auf um auf der Gegengerade, von der wir nicht wussten, dass sie bis dato geschlossen war ein schönes Plätzchen neben “Calli” zu ergattern. Tja, Pustekuchen, man schickte uns wieder zurück nur um uns am alten Eingang zu sagen, dass da nun auch voll war. So schickte man uns wieder auf die Gegengerade. Hupe platzte der Kragen und irgendwie schlängelten wir uns irgendworein. Nach kurzer Diskussion mit der Security (komische Menschen, diese…) hatten wir fünf schöne Plätzchen in der ersten Reihe. Wir liessen uns nieder und begutachteten erstmal das Interieur des Fussballtempels zu Leverkusen. “Hmm, bisschen klein für die Bundesliga, aber hübsch und gute Musikanlage”, konstatierte ich. Leider plätscherte es unter mir und uns fiel sofort ein Fauxpas der hiesigen Architektur auf: Das Dach reicht gerade so eben über die erste Reihe, befindet sich aber naturgemäß in ziemlicher Höhe (Sonst könnten die hinter uns ja nix mehr sehen). Da aber Regen selten genau im 90 Grad Winkel zu Boden fällt, sondern durch Wind immer gerne den Leuten auf der Tribüne in die Schnauze weht ist man naturgemäß dort unten am Spielfeldrand nicht gut vor dem untriebigen Puistefix geschützt. Will heissen: Wenn es regnet, wird man nass, und zwar bis auf die Knochen. Hupes Äusserung (Achtung: Vereinsbrille), “Kommt drauf an wie der Wind steht”, tat ich mit einer wegwerfenden Handbewegung ab. Denn mir war die riesige Pfütze unter unseren Sitzplätzen aufgefallen, in der wir gerade unsere Füsse badeten. Zwar hatten die Architekten Wasserabläufe in der vorderen Begrenzung angebracht, sich aber bei der Montage der Betongussteile so dämlich angestellt, dass der Boden zur hinteren Wand hin ungefähr 5% abschüssig war. Das anfallende Regenwasser kann die Abläufe also nur erreichen, wenn es aus Eimern giesst. Dann ist es aber auch egal, da man sowieso einen Schwimmkurs braucht, um in der ersten Reihe zu bestehen. So was nennt man wohl “Pfusch am Bau”. Aber das wichtigste: Fussball wurde auch gespielt, und das mit feiner Technik und ganzem Einsatz. Wie in der Jugend üblich brannten die Jungs am Anfang fast alles ab, was sie zur verfügung hatten. Bayern ging schnell in Führung, gab aber das Spiel nach und nach aus der Hand. Mitte der zweiten Halbzeit schwanden langsam die Kräfte auf beiden Seiten aber Bayer 04 schaffte den Ausgleich. In der Endphase hatten sie Glück mit einem Lattentreffer der Münchner, so ging es in die Verlängerung. Dort hatten die Leverkusener mehr drauf, als die Münchner und gewannen letztendlich verdient mit 2:1. So machten wir uns wieder auf Nachhause, standen lange im Stau. Alles in allem ein schöner Sonntag vormittag. Am letzten Sonntag zog es mich wieder mal ins Grüne, einerseits um meine Wanderschuhe weiter einzulaufen, andererseits um wiedermal das schöne Gelpetal zu erkunden. Kurzerhand packte ich meinen alten Herrn ein und es ging los. Hier findet Ihr ein paar Bilder aus dem schönen Gelpetal. Am gestrigen Sonntag machte ich mich trotz schlechten Wetters (oder gerade deswegen?) auf, meine guten Meindl-Wanderstiefel weiter einzulaufen. Da kam mir die 7,2km lange Strecke “Rund um den Burggrafenberg” am Küllenhahn gerade recht. “Nicht zu lang, nicht zu kurz, nicht zu flach und nicht zu steil und ausserdem liegt es direkt vor meiner ehemaligen Haustür!”, dachte ich mir und macht mich auf. Da ich meine Kamera mitnahm, konnte ich sie nochmal auf Panoramatauglichkeit testen, was ob des schlechten Wetters nur leidlich möglich war. Die Bilder möchte ich Euch aber nicht vorenthalten. Bitte seid ein bisschen nachsichtig mit dem Inhalt. Das ist natürlich nicht spektakulär und soll nur ein Test sein.
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